Die extreme Hitze in London hat zur Absage einer Klimaveranstaltung zum Thema Anpassung an extreme Hitze geführt. Die Veranstaltung mit dem Titel "Extreme Heat: Improving Governance and Strengthening Action Around the World" sollte am 24. Juni im Rahmen der "Climate Action Week" an der London School of Economics stattfinden.
Die Organisatoren sagten die Veranstaltung ab, nachdem das Met Office eine seltene rote Wetterwarnung wegen extremer Hitze für London und weite Teile von England und Wales herausgegeben hatte. Sie erklärten, der Veranstaltungsort verfüge – wie viele Gebäude in London – über keine Klimaanlage und könne unter diesen gefährlichen Bedingungen keine Referenten und Gäste sicher beherbergen.
Großbritannien sieht sich mit Rekordtemperaturen konfrontiert, wobei Wetterdienste davor warnen, dass in Teilen von England und Wales Temperaturen von 38 °C bis 40 °C erreicht werden könnten. Gesundheitsbehörden warnten zudem, dass die Hitze zu weiteren Todesfällen führen könnte (seit Ende Mai wurden im Vereinigten Königreich 15 Todesfälle festgestellt), insbesondere bei älteren Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.
Hitze ist eines der offensichtlichsten Anzeichen der Klimakrise. Die durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzten Treibhausgase bilden eine isolierende Schicht um unseren Planeten und erwärmen die Erde. Wissenschaftler sind sich weitgehend einig, dass der Klimawandel für extremere Hitzewellen in verschiedenen Teilen der Welt verantwortlich ist, was schwerwiegende Folgen hat. Waldbrände zerstören Häuser und kosten Menschenleben, extreme Hitze bedroht die Nahrungsmittelversorgung, und ältere Menschen sind besonders gefährdet. In Europa und Zentralasien ist die Hälfte aller Kinder von häufigen Hitzewellen betroffen – doppelt so viele wie im weltweiten Durchschnitt, wo jedes vierte Kind davon betroffen ist.
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